Versicherung Reitbeteiligung

Bevor man über fremde Reiter und deren Versicherung nachdenkt, sollte man sich zuerst folgende Unterscheidung vor Augen führen:
1. Schäden, die das Pferd (beim Führen durch eine Reitbeteiligung/ einen fremden Reiter) Unbeteiligten/ Dritten zufügt.

2. Schäden, die das Pferd dem Reiter selbst zufügt. Klassisches Beispiel: Pferd erschrickt sich und steigt - fremder Reiter fällt vom Pferd und muss ins Krankenhaus.

In beiden Fällen ist der Pferdehalter grundsätzlich haftbar. Selbst, wenn die Reitbeteiligung im 2. Fall den Halter nicht in Regress nimmt, wird das wahrscheinlich dessen Krankenversicherung tun. In beiden Fällen kann die Pferdehaftpflichtversicherung für diese Schäden aufkommen. Nicht alle Versicherungen schließen die Reitbeteiligung (deren Eigenschaden) mit ein. Achten Sie bei den Angeboten auch auf die Unterscheidung zwischen Reitbeteiligungen (regelmäßiges Reiten des Pferdes, üblicherweise gegen ein Entgelt) und Fremdreitern (gelegentliche, unentgeltliches Reiten des Pferdes).

Empfehlenswert: Wer ganz sichergehen möchte, schließt mit den Reitern seines Pferdes einen kurzen Vertrag in dem steht, dass die Reit-Risiken bekannt sind und bei einem Eigenschaden auf Regress gegenüber dem Pferdehalter verzichtet wird.

Die Beteiligung selbst kann keine Haftpflichtversicherung für das Reiten des Pferdes abschließen. Sie muss darauf hoffen, dass der Pferdebesitzer eine Haftpflicht hat. Sollte der Pferdebesitzer keine Versicherung abgeschlossen haben, müsste er für Schäden die sein Pferd verursacht persönlich haften. Eine sinnvolle Versicherung für die Reiter ohne eigenes Pferd (und gleichermaßen den Pferdehalter) ist jedoch die Unfallversicherung. Diese schließt jeder für sich selbst ab und zahlt bei Unfällen egal welcher Art und nicht nur, wenn man beim Reiten verunfallt.